Montag, 29. April 2013

Es gibt keinen Weg nach vorne, ohne einen Blick zurück..

Aus meinem Mund kommen Worte, langsam und zögernd, Worte die sich sonst hinter Lügen verstecken. Kopfschüttelnd sieht er mich an. 
"Du musst nach vorne schauen, nicht mehr zurück."
Ich schaue weg. Das weis ich doch. Ich weis nur nicht wie. Aber das kann mir niemand sagen, darauf gibt es keine Antwort. 
Wie soll ich die Vergangenheit vergessen, wenn sie mich jede Nacht in meinen Träumen einholt?
Wenn meine Gedanken ohne dass ich es möchte ständig dorthin wandern?
Wenn jedes klitzekleine Detail dass ich im Alltag sehe, alles was mir begegnet, mich an etwas von früher erinnert?
Wenn die Traurigkeit immer Teil von mir ist, als würde ich alles durch einen dunklen schwarzen Nebelschleier sehen?
Doch ich sage nichts davon. Ich nicke nur. Ich weis. Ich weis nur nicht wie. Wie ich all das vergessen soll, wie es jemals besser werden soll. 
Ich glaube, mir kann man nicht mehr helfen.

Donnerstag, 18. April 2013

Little girl lost

Zeig mir einen Weg durch die Dunkelheit. Zeig mir ein Licht, einen kleinen Funken Hoffnung der mein totes Inneres wieder zum Leben erweckt. Die Tage sind still und ohne Farben. Egal wie oft die Sonne auf- und wieder untergeht, alles bleibt gleich. Das Leben ist ein Strom, der sich immerfort vorwärtsschiebt, doch mich unterwegs vergessen hat. Ich stehe irgendwo allein in der Dunkelheit, zurückgelassen, vergessen. Allein gelassen.

Nimm meine Hand und zeig mir, dass es so etwas wie 'Leben' tatsächlich gibt.

I'm just a little girl, who got lost.

Mittwoch, 10. April 2013

Living hell

Wer ist das Mädchen auf der anderen Seite des Spiegels? Ich weis zur Zeit nicht mehr, was ich denken soll. Alles geht in meinem Kopf drunter und drüber. Ich kann kaum mehr schlafen, schrecke aus Alpträumen hoch, liege wach im Bett, zitternd und mit aufgerissenen Augen, Szenarien spielen sich in meinem Kopf ab, die ausser mir niemand sehen kann.
Jeder schafft sich seine eigene Hölle.

Ich bin mit meinen Gedanken ganz weit fort. Ich sehe andere an, und sehe sie doch nicht. Meine Augen wandern durch den Raum, und sehen doch einen ganz anderen Ort. Ich lasse meinen Blick in die Ferne schweifen, und doch ist er komplett leer.
Ich bin darauf trainiert, Antwort zu geben, sobald mein Gegenüber aufhört zu reden. Und doch bin ich nur körperlich anwesend, kriege das Gespräch zwar mit, aber es kommt trotzdem nicht bei mir an. Um mich herum ist eine Mauer, eine undurchdringliche Glasglocke. Angst. Verzweiflung. Erinnerungen an die ich mich nicht erinnern will. Einsamkeit. Leere. Ich ertrinke in meinem eigenen Gedankenmeer, ich ersticke in meinem eigenen Vakuum der Leere.

Ich bin an einem Ort, den sonst niemand kennt.
Ich kann nicht hinaus, und niemand kann herein.
Menschen sagen zu mir, dass ich mir nicht helfen lassen will, doch das stimmt nicht.
Ich kann es nicht. 
Denn ich weis nicht, wie.

Dienstag, 9. April 2013

The dark inside

Wo ist der Sinn? Hinter welchem Horizont steht geschrieben wer ich war und wer ich bin? Was will ich, und wo will ich hin?

Ich bin verloren im Wind. Weis nicht, wohin ich gehe. Die Vergangenheit will ich vergessen. Die Zukunft in den Nebeln nicht sehen. Ich atme und existiere. Ich will Leben, und weis doch nicht wie. 

In meinem Kopf zu viele Gedanken. Der Rest von mir viel zu leer. Ich fühle nichts, und doch ist alles was ich fühle diese tief sitzende, niemals verschwindende Traurigkeit.

Ich ertränke alles in Alkohol und in Lachen, in hohlen Gesprächen und philosophischen Gedanken. Und in Wahrheit bin ich doch wo anders. An einem Ort in mir drin, den ausser mir keiner kennt. Eine Dunkelheit, die niemand sieht, niemand sehen will. Und keiner versteht.

Ich habe Möglichkeiten, was ich tun könnte. Möglichkeiten für eine Zukunft. Und weis doch nicht, ob ich das überhaupt will. Ob ich das überhaupt kann.

Ich weis gar nichts mehr. Ich weis nicht was ich will. Weis, dass es nichts gibt, das ich noch will. Ich stehe am Abgrund, und gehe noch einen Schritt weiter.

Ich fühle mich verloren. Ich fühle mich tot.

Ich brauche den Schmerz, um zu wissen dass ich noch lebe.