Dienstag, 4. Juni 2013

Der Staub verlorener Träume

Ich weiß nicht. Geht's mir besser? Geht's mir schlechter? Zu viele Gedanken rasen durch meinen Kopf. Alles was ich wollte, war leben. Herausfinden, was es bedeutet zu leben. Richtig leben, nicht nur existieren. Ein Leben aufbauen, das vielleicht bald einstürzt wie ein kartenhaus. Ich bin verwirrt. Unsicherheit breitet sich in mir aus wie Gift in meinen Adern. Hier kann ich nicht bleiben, und zurück will Ich nicht. Ich bin auf der Suche nach meinem Platz in dieser Welt, in der es keinen Platz für verlorene Mädchen gibt. Wolkenträume, ein Leben lang von nichts als Wolken gelebt, die Realität mit Spiegeln betrogen, in dem unbewussten Wissen allein und verloren zu sein. Wo auch immer der Horizont liegt, er ist so unerreichbar fern. Ich versinke in meiner eigenen Dunkelheit, in den Tiefen von Depression und Sinnlosigkeit. Die Wolken ziehen vorbei, farblos und grau, das Blau des Himmels erscheint unwirklich und falsch. Ich weis gar nichts mehr. Alles ist sinnlos.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Verloren

Es hat sich nichts geändert, Ich fühle mich noch immer verloren. Ich sehe die weite Welt, will mich mitreißen lassen vom Strom der Zeit, und bin doch gefangen in einer Welt, die es für alle anderen gar nicht gibt.

Montag, 29. April 2013

Es gibt keinen Weg nach vorne, ohne einen Blick zurück..

Aus meinem Mund kommen Worte, langsam und zögernd, Worte die sich sonst hinter Lügen verstecken. Kopfschüttelnd sieht er mich an. 
"Du musst nach vorne schauen, nicht mehr zurück."
Ich schaue weg. Das weis ich doch. Ich weis nur nicht wie. Aber das kann mir niemand sagen, darauf gibt es keine Antwort. 
Wie soll ich die Vergangenheit vergessen, wenn sie mich jede Nacht in meinen Träumen einholt?
Wenn meine Gedanken ohne dass ich es möchte ständig dorthin wandern?
Wenn jedes klitzekleine Detail dass ich im Alltag sehe, alles was mir begegnet, mich an etwas von früher erinnert?
Wenn die Traurigkeit immer Teil von mir ist, als würde ich alles durch einen dunklen schwarzen Nebelschleier sehen?
Doch ich sage nichts davon. Ich nicke nur. Ich weis. Ich weis nur nicht wie. Wie ich all das vergessen soll, wie es jemals besser werden soll. 
Ich glaube, mir kann man nicht mehr helfen.

Donnerstag, 18. April 2013

Little girl lost

Zeig mir einen Weg durch die Dunkelheit. Zeig mir ein Licht, einen kleinen Funken Hoffnung der mein totes Inneres wieder zum Leben erweckt. Die Tage sind still und ohne Farben. Egal wie oft die Sonne auf- und wieder untergeht, alles bleibt gleich. Das Leben ist ein Strom, der sich immerfort vorwärtsschiebt, doch mich unterwegs vergessen hat. Ich stehe irgendwo allein in der Dunkelheit, zurückgelassen, vergessen. Allein gelassen.

Nimm meine Hand und zeig mir, dass es so etwas wie 'Leben' tatsächlich gibt.

I'm just a little girl, who got lost.

Mittwoch, 10. April 2013

Living hell

Wer ist das Mädchen auf der anderen Seite des Spiegels? Ich weis zur Zeit nicht mehr, was ich denken soll. Alles geht in meinem Kopf drunter und drüber. Ich kann kaum mehr schlafen, schrecke aus Alpträumen hoch, liege wach im Bett, zitternd und mit aufgerissenen Augen, Szenarien spielen sich in meinem Kopf ab, die ausser mir niemand sehen kann.
Jeder schafft sich seine eigene Hölle.

Ich bin mit meinen Gedanken ganz weit fort. Ich sehe andere an, und sehe sie doch nicht. Meine Augen wandern durch den Raum, und sehen doch einen ganz anderen Ort. Ich lasse meinen Blick in die Ferne schweifen, und doch ist er komplett leer.
Ich bin darauf trainiert, Antwort zu geben, sobald mein Gegenüber aufhört zu reden. Und doch bin ich nur körperlich anwesend, kriege das Gespräch zwar mit, aber es kommt trotzdem nicht bei mir an. Um mich herum ist eine Mauer, eine undurchdringliche Glasglocke. Angst. Verzweiflung. Erinnerungen an die ich mich nicht erinnern will. Einsamkeit. Leere. Ich ertrinke in meinem eigenen Gedankenmeer, ich ersticke in meinem eigenen Vakuum der Leere.

Ich bin an einem Ort, den sonst niemand kennt.
Ich kann nicht hinaus, und niemand kann herein.
Menschen sagen zu mir, dass ich mir nicht helfen lassen will, doch das stimmt nicht.
Ich kann es nicht. 
Denn ich weis nicht, wie.

Dienstag, 9. April 2013

The dark inside

Wo ist der Sinn? Hinter welchem Horizont steht geschrieben wer ich war und wer ich bin? Was will ich, und wo will ich hin?

Ich bin verloren im Wind. Weis nicht, wohin ich gehe. Die Vergangenheit will ich vergessen. Die Zukunft in den Nebeln nicht sehen. Ich atme und existiere. Ich will Leben, und weis doch nicht wie. 

In meinem Kopf zu viele Gedanken. Der Rest von mir viel zu leer. Ich fühle nichts, und doch ist alles was ich fühle diese tief sitzende, niemals verschwindende Traurigkeit.

Ich ertränke alles in Alkohol und in Lachen, in hohlen Gesprächen und philosophischen Gedanken. Und in Wahrheit bin ich doch wo anders. An einem Ort in mir drin, den ausser mir keiner kennt. Eine Dunkelheit, die niemand sieht, niemand sehen will. Und keiner versteht.

Ich habe Möglichkeiten, was ich tun könnte. Möglichkeiten für eine Zukunft. Und weis doch nicht, ob ich das überhaupt will. Ob ich das überhaupt kann.

Ich weis gar nichts mehr. Ich weis nicht was ich will. Weis, dass es nichts gibt, das ich noch will. Ich stehe am Abgrund, und gehe noch einen Schritt weiter.

Ich fühle mich verloren. Ich fühle mich tot.

Ich brauche den Schmerz, um zu wissen dass ich noch lebe.

Sonntag, 31. März 2013

Die Traurigkeit verschwindet nicht

Ich bin nicht mehr zuhause, ich bin nicht allein. Es geht mir besser. Irgendwie. Und irgendwie auch nicht. Denn die Traurigkeit verschwindet nicht. Egal was ich mache, egal ob ich lache, es verschwindet nicht. In meinen Träumen und in meinen Gedanken ist die Vergangenheit lebendig. In meiner eigenen dunklen Welt ist all das lebendig, was meine dunkelsten Gedanken, Erinnerungen und Träume geschaffen haben. 

Auch wenn ich körperlich anwesend bin, mit meinen Gedanken bin ich meist an einem ganz anderen Ort. Zitternd liege ich nachts in der Dunkelheit, die Angst kriecht in meinen Körper wie ich unter die Bettdecke krieche. Ich schlafe kaum noch. Ein paar Stunden, höchstens, wenn überhaupt. Ich liege meist wach im Bett oder erwache gefühlte tausendmal aus Alpträumen. Ich kann nicht mehr. Ich bin so müde. Müde vom Leben. 

Mittwoch, 27. März 2013

Ein täglicher Kampf.

Flackerndes Kerzenlicht auf meinem Schreibtisch. Musik, die den Raum und meinen Körper füllt, meine Gedanken zumindest für einen kleinen Augenblick zurück drängt. Der Spiegel an meiner Wand, in dem sich die Nacht und die Kerze spiegeln. Ich schaue in das Gesicht, das mir so fremd und doch mein eigenes ist. Fahre vorsichtig mit meiner Hand über die Augen, die Nase. Die Knochen an den Schultern und Schlüsselbein. Die dicken lila Narben an meinem Arm. 
Ich zögere. Nein. Ich darf nicht, darf nicht. Nicht schon wieder. Nicht schon wieder. Nein. Heute kein Blut, keine Schnitte, die Rasierklinge bleibt in ihrem Versteck.
Es fällt mir so schwer. Denn ich habe es verdient. Jemanden wie mich kann man nicht lieben.

Ich halte die Luft an, drücke mir die Fingernägel in die Haut, und versuche langsam zu atmen. Mein Herz rast, als würde es einen Marathon laufen. Es tut weh. Wie so oft.
Ich kämpfe. Jeden Tag. Mit dem Leben, den Erinnerungen, dem Weitermachen. Vor allem kämpfe ich mit mir selbst. 
Selbstzerstörung vs. Hoffnung.
Wer wohl gewinnt?
Wahrscheinlich sterbe ich genau dann, wenn ich irgendwann an dem Punkt angekommen bin an dem ich nicht mehr sterben will.
Tja, das ist dann wohl so. Das Schicksal, falls es sowas gibt woran ich aber nicht wirklich glaube, hatte mich noch nie gern. Sonst wäre so vieles nicht passiert. Sonst wäre alles anders.
Es heißt, wir Menschen bestimmen unser Schicksal selbst. Ja und nein. Auf viele Dinge, die passieren haben wir einfach keinen Einfluss. Sie passieren, und lassen uns zurück in einem Meer von Scherben, kaputt und allein. Und wir müssen schauen, wie wir damit klar kommen.

Sonntag, 24. März 2013

Zu viele Erinnerungen


Es ist schmerzhaft, in den eigenen Erinnerungen zu wühlen. Mein Zimmer ist ein einziges Chaos, doch ab und an muss ich mal aufräumen, und ich sitze dazwischen. Zwischen all den Schachteln und Kisten, all den Dingen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, weil ich jemand bin der nur sehr schwer etwas wegschmeissen kann. Und trotzdem hasse ich die Sachen. Es kleben zu viele Erinnerungen daran. Schmerzhafte Erinnerungen. An eine Kindheit voller Traurigkeit und Tränen. Vor mir liegen Bruchstücke meines Lebens. Nein, des Lebens eines Mädchens, das ich nicht mehr bin. Das ich auch damals nicht wirklich war. Denn was ich war und bin, das liegt in mir, das bekommt niemand in der Welt zu sehen. Alle sehen nur die tausend Masken. Alle sind Gäste meines kranken Maskenballs. Ein Spiel. Mein Leben ist und war schon immer ein Spiel für mich. Das ist die einzige Möglichkeit für mich, es auszuhalten. Es ist ein Spiel. An die eigenen Grenzen gehen, und darüber hinaus.

Am liebsten würde ich all die Dinge einfach weg werfen. Doch ich kann nicht. Ich bin, was das angeht, sehr paranoid, weil meine Mutter früher all meine Sachen weggeworfen hat. Meine Lieblingsspielsachen, wenn sie der Meinung war ich wäre zu alt dafür und müsse langsam ‚erwachsen‘ werden. Meine Kleidung, wenn sie der Meinung war, dass sie hässlich ist, oder einem hässlichen dicken Mädchen nicht steht.
Heute passen mir die Sachen von damals immer noch, die wenigen die ich noch habe. Kleidung für 8-Jährige, in denen ich, wenn ich in den Spiegel schaue, meine Rippen zählen kann. Es ist lange her, dass ich acht war.

Das Mädchen, dem all diese Sachen gehören, ist schon lange tot. Ich bin nicht mehr da. Ich bin zu oft gestorben. Zu oft kaputt gegangen. Es fühlt sich an, als würde ich in den Erinnerungen einer anderen wühlen, obwohl ich weis, dass es die meinen sind.
Ein seltsames Gefühl.
Ich will das alles nicht. Ich will nicht mehr ich sein müssen. Ich will nicht mehr mit all dem Leben müssen, was passiert ist. Aber ich habe sonst nichts. Ich bin leer. Ich bin ein seelenloses Etwas, in dessen Augen sich nichts als Leere und so tiefe Traurigkeit spiegelt, dass die Menschen davor zurückschrecken. Denn sie spüren die Dunkelheit in mir.

Freitag, 22. März 2013

Weisheitszahn-OP

Am Montag hatte ich Weisheitszahn-OP, mir wurden unter Vollnarkose alle Weisheitszähne raus operiert, da mein Kiefer zu klein ist...Angst hatte ich eigentlich keine, nur als ich dann im Wartezimmer saß, allein weil meine Tante noch arbeiten musste, haben meine Hände gezittert. Der Narkosearzt war nicht besonders nett, der scheint es irgendwie eilig gehabt zu haben. :D Außerdem war er mit meinen Blutwerten und den Untersuchungen, die ich vorher beim Hausarzt machen musste und ihm abgeben musste, nicht wirklich glücklich.

Ich musste mich auf den Stuhl setzen, er hat mir EKG Elektroden auf den Körper geklebt, zwei am Herz, das dritte auf den Bauch, bzw auf meine Rippen...da hat er mich schon seeehr komisch angesehen..Dann hat er mir am rechten Arm eine Nadel in die Vene gestochen, und da dann das Narkosemittel injiziert. Ich habe nur noch ein sehr seltsames Gefühl im Kopf bemerkt, dann war ich weg.
Aber ich habe irgendwie seltsame Träume gehabt, während der Narkose. Als ich nämlich wieder aufgewacht bin, in einem anderen Raum in einem Bett statt einem Zahnarzttisch, hatte ich die Bilder noch im Kopf. Aber mir war sehr schwindlig, und ich wusste weder wo ich war noch wie ich dort hin gekommen bin :D
Ich hab mich umgesehen, mein Mund fühlte sich seltsam taub an, und an meinem rechten Arm hing an der Nadel ein Schlauch, der zu einem Infusionsbeutel führt, der an einem Metallständer neben dem Bett steht. Ich versuche mich aufzusetzen, da ist noch ein Bett in dem jedem liegt, ebenfalls mit Infusion. Mir ist schwindlig. Ich kann nicht klar sehen. Eine Zahnarztschwester kommt rein, befiehlt mir mich wieder hinzulegen. Ich versuche etwas zu sagen, aber ich bekomme kein Wort aus meinem Mund, denn er ist immer noch taub, und vollgestopf mit Tüchern, die nach Blut schmecken. Alles dreht sich. Ich sinke aufs Kissen, schlafe ein, für eine Weile.

Als ich wieder aufwache, sitzt meine Tante an meinem Bett. Die Infusion ist zur Hälfte leer. Der Narkosearzt, Anästhesist, kommt herein, um nach mir zu schauen. Fragt wie es mir geht, ob mir schwindlig oder schlecht ist. Schwindlig, sage ich. Schlecht kann mir ja nicht sein, wenn ich seit über einem Tag nichts gegessen habe, denke ich. Dann meint er, zum Glück hat die OP nicht soo lange gedauert, und er musste nicht soo viel Narkosemittel spritzen, denn das wäre nicht gut gewesen, weil ich nicht besonders stabil bin. Am Abend darf ich nach Hause, sagt er.
Meine Tante beginnt dann zu erzählen, ich sage, dass ich während der Narkose komische Träume hatte. Sie lacht nur, und meint: Ach bist du süß. Während der Narkose träumt man nicht, da ist man einfach weg. Ich sage, es war aber so. Ich kann kaum sprechen, wegen den vielen blutigen Tüchern. Eine Schwester bringt mir meine Weisheitszähne, in einer Tüte. Sie sind blutig, und ziemlich groß mit hässlichen Wurzeln.
Meine Tante meint, ich würde aussehen wie aus einem Horrorfilm, mit blutigen Zähnen und Tüchern. Ich lache, aber lachen tut weh. Die Schwester kommt irgendwann und nimmt die Tücher aus meinem Mund, die komplett rot sind. Alles schmeckt nach Blut. Die Infusion ist schon eine ganze Weile leer, und es beginnt weh zu tun, als die Schwester irgendwann nochmals kommt, mir die Nadel aus dem Arm zieht, und meint ich darf nun nach Hause gehen, muss aber heute unbedingt noch etwas essen, sonst macht mein Kreislauf das nicht mit.

Ich fühle mich, als würde ich jeden Moment umfallen. Alles tut weh, ich kann kaum sprechen, alles dreht sich. Meine Tante hält noch kurz an der Apotheke, um Schmerztabletten, die mir verschrieben wurden, zu kaufen. Dann fahren wir zu ihr nach Hause, und ich bin so froh dass ich nicht bei mir zuhause sein muss, nicht bei meiner Mutter sein muss. Ich schaue einen Film, kriege aber nicht wirklich etwas von der Handlung mit. Ich bekomme Suppe gekocht, schaffe es aber nicht zu essen. Ich kriege den Mund kaum auf. Ich muss die ganze Zeit husten, was sehr weh tut. Die Nacht war furchtbar. Alpträume und Panikattacken wechseln sich ab, ich liege wach im Bett, die Zeit verstreicht, ich habe wahnsinnige Panik und weis nicht wovor. Ich Träume und bin doch wach. Und umgekehrt. Mein Mund, die frischen Nähte und Wunden, tun weh. Die Zeit vergeht nur langsam. Das sind die Nachwirkungen der Narkose, das weis ich.

Am nächsten Morgen fühle ich mich alles andere als gut, und das änderst sich auch in den folgenden Tagen nicht wirklich. Die Schmerztabletten zeigen bei mir keine Wirkung. Ich brauche eine halbe Stunde für eine Tasse Kräutertee :D Und  für einen Teller Suppe.. Eigentlich sitze ich nur herum, und schaue mir Filme an, während mein Kopf, mein Hirn, sich immer noch so seltsam anfühlt. Nachwirkungen der Narkose.
Die folgenden drei bis vier Tage vergehen. Heute, am fünften Tag, geht es mir wieder besser. Die meisten Leute finden die blutigen Weisheitszähne eklig, aber ich finde sie irgendwie cool :D

Ich hoffe mal, ihr hattet eine bessere Woche. ;) Alles Liebe an meine Leser :)

Montag, 18. März 2013

Regen wäscht die Traurigkeit nicht weg.

Ich stehe im Regen an der S-Bahn. Ich warte, endlich hält der Zug. Einsteigen. Aus Dem Fenster sehen. Ich beobachte die Regentropfen, die über die Scheibe laufen. Die Welt verschwimmt. Mir ist schwindlig.

Ich spüre die Traurigkeit wie einen schweren Schleier. Sie erdrückt mich, nimmt mir die Luft zum Atmen. In meinen Ohren der Rhytmus der Musik, der meinen Herzschlag ersezt...

Ich steige aus. Jetzt noch zur Arztpraxis laufen. Weisheitszahn-op. Ich weiß nicht, ob Ich Angst habe. Der Weg ist so weit. Die Schnitte an meinen Hüften brennen.

Regen und Musik. Sie waschen die Traurigkeit nicht weg.

Sonntag, 17. März 2013

I'm going insane

Mein Kopf fühlt sich an, als würde er gleich explodieren. Ich stehe im Bad vor dem Spiegel und mein eigenes Spiegelbild verschwimmt vor meinen Augen. Nein, denke ich, und da finde ich mich auch schon auf dem Fußboden wieder. Schwindelanfälle. Schmerzhaft schneller Herzschlag. Ich kriege keine Luft mehr. Bauchschmerzen. Blutiger Durchfall.

Ich ziehe mich am Waschbecken hoch, meine Augen blicken mich so leer an, wie ich mich fühle. Ich bin unruhig, und doch zu schwach um irgendetwas zu machen. Ich stehe schwankend auf, gehe zurück in mein Zimmer. Zitternd setzte ich mich unter die Decke.
Und warte.

Tick. Tack. Meine Wanduhr schlägt gleichmäßig, immer im selben Takt. Doch ich selbst habe keinen Takt. Meine Welt ist ein Chaos, doch das schlimmste Chaos existiert in meinem Kopf.
In meinem Kopf wurde die Winterwelt erschaffen, in der ich lebe. In meinem Kopf höre ich all die Stimmen immer wieder all die verletzenden Worte aussprechen. Wie ein Film, der immer wieder von vorne abläuft. Schmerzhafte Worte und Erinnerungen gibt es in meinem Leben genug.

Jede Nacht kriechen die Geister der Vergangenheit aus ihren Höhlen, machen all die Erinnerungen lebendig. Ich finde keinen Schlaf, mein Kopf dröhnt. Ich liege wach, und habe Angst. Spüre meinen Herz schmerzhaft hinter meinen Rippen schlagen, zu schnell. Ich gleite durch seltsame Träume, Alpträume, Erinnerungsfetzen, und weis nicht, ob ich schlafe oder wach bin. Ich glaube es ist ein Zwischenzustand. Halb schlafend, halb wach.

Am nächsten Morgen fühle ich mich wie tot. Ich bin nie wirklich wach, und kann nie wirklich schlafen. Ich finde keine Ruhe. Mein Kopf lässt meinen Körper nicht zur Ruhe kommen. Meine Gedanken arbeiten Tag und Nacht auf Hochtouren. 
Ich will nicht mehr nachdenken. 
Es treibt mich in den Wahnsinn.

Samstag, 16. März 2013

I'm lost in darkness

Die Nacht ist kalt, und doch treibt es mich hinaus als es dunkel wird. Der Tag nicht besonders. Sobald ich die Treppe nach unten gehe, habe ich Angst meiner Mutter zu begegnen. Ihr in der Küche oder im Flur über den Weg zu laufen. Ich habe Angst davor, dass sie mich anspricht, mich wieder mit Vorwürfen oder dummen Kommentaren oder ihrer Besserwisserei überschüttet, und mich zwingt ihr zuzuhören. Doch genauso habe ich Angst davor, dass sie wortlos an mir vorbei geht. Mich ignoriert. Meine Existenz nicht einmal zur Kenntnis nimmt. Ich bin Luft, und selbst die ist mehr wert als ich, da man sie zum Atmen braucht. 

Mein Körper macht nicht das was ich will. Schwindelanfälle. Beinahe wäre ich beim Kotzen vor der Kloschüssel zusammengebrochen. Meine Hände zittern Mein ganzer Körper zittert, und schmerzt. Ich fühle die brennenden Schnitte von gestern, die mich ein wenig beruhigen.  Doch die innere Unruhe hält mich davon ab, still zu sitzen. Also treibt es mich  abends, mit leerem Magen und voll mit Schmerzmitteln hinaus in die Dunkelheit.

Ich habe kein Ziel. Einfach raus, aufs Fahrrad und losfahren. Musik in meinen Ohren, auf ganz laut gedreht. Eiskalter Wind schlägt mir entgegen. Aber ich genieße es, fühle mich zum ersten Mal seit Tagen halbwegs wach. Fühle mich frei.
Doch das ist ein trügerisches Gefühl. Denn ich habe weder ein Ziel, noch einen Ort an den ich gehen kann. Ich fahre nur sinnlos ein wenig durch die nächtliche Stadt. Im Grunde bin ich auf der Flucht. Vor meinem Zuhause. Meinen Gedanken. Und vor allem vor mir selbst. 

Lange halte ich es nicht aus. Schwindel. Schmerzen. Kaum Luft zum Atmen. Mein Körper an der Grenze seiner Belastbarkeit. Wenn mir mein eigenes Leben nicht immer schon egal gewesen wäre, würde ich mir vielleicht ernsthaft Gedanken machen. 

In meinem Kopf ist es nun leer. Als hätte der Wind all meine Gedanken davon geweht. Ich fühle mich leer. Wertlos. Ich bin eiskalt. Mein Körper, der ständig friert. Meine Seele, die einfach nichts mehr empfindet. 

Ich komme mit mir selbst nicht klar. 

I`m lost in darkness.

nicht gewolltes Kind

Nicht gewollt. Unerwünscht. Das ist es, was ich bin. Was ich schon immer war. Ein Unfall. 

Die Geschichte der Lieblosigkeit: Meine Mutter lässt sich scheiden, ihre erste Ehe. Nur ein paar wenige Monate danach: Meine Eltern lernen sich im Urlaub kennen. Nachdem sie zurück kommt, ist sie schwanger. Sie heiratet meinen Vater. Doch sie passen nicht zusammen, es ist eine reine Zweckgemeinschaft, von beiden Seiten. Eisige Kälte in unserem Haus, in jedem einzelnen Wort. 

All die Jahre lässt sie mich ihren Hass spüren. 

Ich weis nicht, wie ich damit umgehen soll. Klar, ich habe es gewusst, irgendwie. Aber dennoch ist es irgendwie ein Schock. Meine Mutter ist ein Mensch, der am besten niemals ein Kind bekommen hätte. Eigentlich sollte es mich gar nicht geben.

Ich stehe vor dem Spiegel, betrachte mich selbst, lange und ausgiebig. Mein Blick wandert über das lange, helle Haar, über die Augen, die Nase, den Mund. Das bin ich. Das sind nicht meine Eltern. Ich finde sie darin nicht wieder. Und das erleichtert mich. Mein Blick wandert weiter. Über die Schlüsselbeinknochen, die Arme, die Rippen die man selbst durch das T-Shirt herausstehen sieht. Du bist noch lange nicht dünn genug. Die Beine, die Kleidung. Alles bin ich. Und alles an mir ist verachtenswert. Am allermeisten mein dummes Herz. Denn es tut weh. Es tut immer noch weh.
 Es tut weh, wie sie mit mir umgegangen sind, mit mir umgehen. Was sie aus mir gemacht haben. Ein kaputtes, körperlich und psychisch krankes Wesen. 

Am liebsten würde ich einfach aufhören zu existieren. Augen schließen, und nie mehr atmen. Ein einziges Mal die Gedanken in mir zum Stillstand bringen. Ich hasse mich. Hasse mich so sehr, für das was ich bin. Und für das was ich empfinde. Warum kann ich sie nicht hassen? Warum hasse ich nur mich selbst? 
Die Klinge schneidet durch meine Haut wie durch Butter. Warm und rot fließt es aus mir heraus. Der Schmerz verschafft mir Erleichterung. Für diesen einen Moment. Tief. Es tut weh. Doch ich habe es verdient. Das und noch viel mehr.

Das bin nur ich.

Donnerstag, 14. März 2013

Arztbesuch

Ich rutsche nervös auf dem weissen Stuhl hin und her. Die Ärztin blickt mich durchdringend an.

"Du bist sehr dünn...Kann es sein dass du ein Problem mit dem Essen hast?!"
Ich schüttle den Kopf, sehe an ihr vorbei aus dem Fenster.
"Nein..Nein, echt nicht..! Ich bin einfach sehr schlank.."

Sie sieht mich prüfend an.  Ich sage nichts mehr.

Als ich mich auf die Liege legen musste, hat sie mein Herz abgehört, ihr Stethoskop an meine Rippen gedrückt. Seltsame Blicke, doch die bin ich gewohnt. Wenn sie meine Arme gesehen hätte, würde sie mir nicht glauben.
Ich hasse Arztbesuche. Alles wie immer.
Sie redet über Blutwerte, doch ich höre nicht mehr richtig zu. Sie redet von Medikamenten, die ich sowieso nicht nehmen werde.
Ich warte. Ungeduldig. Endlich gibt sie mir die ganzen Zettel, und ich fliehe beinahe schon aus der Praxis.

Draußen steige ich auf mein Fahrrad. Das Fahrradfahren tut mir gut. In meinen Haaren weht der Wind, in meinen Ohren hämmern die Bässe der E-Gitarren. Ich weis nicht wohin. Das weis ich nie. Aber in Bewegung bleiben ist besser als anhalten.

Dienstag, 12. März 2013

wertlos.

Ich weis nicht, was ich denken soll. Ich fühle mich wertlos. Unerwünscht. Überflüssig. Ich möchte weinen, doch aus meinen Augen fließt keine Träne. Ich sehne mich nach etwas, und weis doch nicht nach was. 

Nach Zuneigung? Liebe? Leben?

Vermutlich von allem etwas. Und doch ist das, was ich mir wünsche, das was mir fehlt, so ungreifbar. Nicht erklärbar. Und nicht zu verstehen. Nicht einmal für mich.

Wenn ich mich schon selbst nicht verstehe, dann kann ich das von keinem anderen erwarten. Mich kann man nicht verstehen. 
Ich bin verloren in einer Winterwelt, die nur in meinem Kopf existiert. 

Ich fühle mich schwach und kraftlos. Auch wenn ich kein Fieber mehr habe, fühlt sich mein Körper immer noch krank an. Müde und kraftlos.
Phasen von Nicht-Essen und Essen-Erbrechen wechseln sich ab. Ich komme mit meinem Körper nicht klar. Der Selbsthass steigert sich in unerkannte Höhen, wenn ich mich selbst im Spiegel sehe.

Wertlos.

Freitag, 8. März 2013

Just everyday life

Die Wolken ziehen über den Himmel und verschwinden am Horizont. Wo ist der Sinn des Lebens? Die Fragen ziehen durch meinen Kopf, werden tausendfach auf den Himmel projiziert und verschwinden ebenfalls. Am Horizont. Im Irgendwo. Im Nirgendwo. 

Ich verschwinde zwischen den Grenzen. Ferien sind nicht gut für mich. Die Nacht wird mein Tag, ich verschlafe all den überflüssigen Sonnenschein, der ja sowieso nicht zu meiner Stimmung passt, und tauche ein in die Dunkelheit. Vergessen. Das ist das einzige was für mich noch zählt. Zu viel Alkohol, zu viel Lachen. Zu viele depressive Gespräche. Zu viel nachdenken, zu viel nicht  mehr denken können. Zu viel kotzen.

Über welche Grenze will ich wirklich gehen? Ich will wissen, was dahinter ist. Will wissen, was hinter allem steht. Will die Antworten auf all meine Fragen finden, die diese Welt nicht kennt. Die irgendwo hinter dem Horizont warten. Oder auch nicht. 

Warum ist der Gedanke an den Tod so faszinierend?

Dienstag, 5. März 2013

depressiv

Neue Wellen der Dunkelheit schlagen über mir zusammen und begraben mich darunter. Zerren mich in die Tiefen meiner eigenen Finsternis. Depression. 

Ich lebe, und lebe doch nicht. Ich bin auf der Suche nach etwas, das ich nicht finden kann. Ich weis nicht was ich will. Denn es gibt nichts, was ich will. Die Suche nach etwas wie Sinn oder Bedeutung ist so groß und unermesslich, und ich so klein, unbedeutend.
Ich bin übrig geblieben. Stehe noch immer an der selben Stelle, während alle anderen schon lange weitergegangen sind.
Die Dunkelheit hält mich fest. Und es ist meine eigene Dunkelheit. Meine eigene depressive Gedankenwelt, die die Welt nur in grau- und schwarztönen malt und jeden meiner Schritte so schwer machen, mir das Laufen erschweren, denn ich habe weder einen Weg noch ein Ziel. 
Ich schwebe, so fühlt es sich an. In einem dunklen, luftleeren Raum. Es nimmt mir den Atem. Ich kann nicht einmal schreien. 

Ich brauche keine Hilfe. Ich will keine Hilfe.  Aber ich kann nicht mehr. Die Stimmen in meinem Kopf streiten sich. Und ich weis doch, dass ich es niemals jemandem erzählen werden. Niemals jemandem erzählen kann. Auch wenn ich es mir so sehr wünsche.

Montag, 4. März 2013

ertrinken

Ich drehe mich hin und her, und kann doch nicht einschlafen. Die Nacht ist noch lang. Normalerweise meine liebste Tageszeit. Normalerweise mein Tag. Doch ich kann mich kaum bewegen, jede Bewegung tut mir weh. Atmen fällt schwer. Noch immer Fieber. Immer noch krank.
Quälend langsam verstreichen die Stunden, die mich durch unruhige Träume jagen. Oft wache ich auf, schrecke aus einem Alptraum, und sinke zurück in die Kissen. Schlafe ich oder bin ich wach?
Als ich aufwache, ist es halb elf vormittags. Ich reibe meine Augen, setze mich im Bett auf, und blicke zum Fenster, wo Sonnenlicht durch die Jalousinen fällt. 
Es wird Frühling. Der Winter ist bald vorbei. denke ich, emotionslos.
Der Winter draußen vielleicht. Aber nicht der Winter in mir.

Jeden Tag wird der Drang stärker, mir eine Klinge in den Arm zu rammen. Ein einziger richtiger Schnitt, dann ist es vorbei. So einfach. Nein.
Ich drücke mir die Hände auf die Ohren, will die Stimme nicht hören, die in mir flüstert. Doch ich kann sie nicht ausblenden. Sie ist teil von mir, ebenso wie die Dunkelheit und die Kälte.

Die Depression, Essstörung, das Schneiden...Ich schaffe es nicht, da wieder raus zu kommen. Ich versinke immer tiefer in der Dunkelheit. Ertrinke, will frei atmen, nach Luft schnappen, doch die Dunkelheit zieht mich immer tiefer hinab. 
Ich bin für immer dein. Ob ich will oder nicht. 

Sonntag, 3. März 2013

Irgendwann

Es ist Zeit. flüstert die Stimme in meinem Kopf. Ich will aufgeben, will mich ihr und der Dunkelheit hingeben, doch ich kann nicht. Noch nicht. Irgendetwas scheint an mir zu zerren, scheint mich in ganz andere Richtungen zu ziehen. Leben ist so schwer. Doch es ist möglich, wenn man es nur will. Irgendwann. Vielleicht. Ich glaube ich klammere mich an diese Hoffnung. Irgendwann. Vielleicht wird es eines Tages besser. Vielleicht.

Ich habe Ferien, und ich versuche sie zu nutzen. Zu genießen. Mich fallen zu lassen und zu vergessen. Doch es funktioniert nicht. Alkohol. Lachen und leise Stimmen. Fiebrige Gedanken. Tage im Bett verbracht. Man sollte nicht trinken, wenn man so Fieber hat. Ein neuer Morgen, der sein Licht durch das Fenster ergießt. Ich wache auf. Liege still und blinzle. Und fühle mich noch immer so unruhig. Die Unruhe verlässt mich nicht, jeden Tag. Ich weis nicht, was ich will. Weis nichts mit mir anzufangen. Ich würde am liebsten meinen Kopf gegen den Spiegel schlagen und mir die Splitter in den Arm rammen
Nein.

Irgendwann. Irgendwann ist so weit weg. Irgendwann ist vielleicht niemals. Und doch kann irgendwann schon sehr bald sein. Man muss nur daran glauben. Ich versuche es.

Montag, 18. Februar 2013

Das schöne Rot

Ich habe es vermisst, und begrüße es wie einen alten Freund. Das blutige Rot, das aus meinen Schnitten tropft...Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, und doch sind es nur Wochen, Tage, in denen ich es geschafft habe, es nicht zu tun. Auch wenn meine Gedanken ständig damit beschäftigt waren, ich es in Gedanken gefühlte Tausend Mal getan habe...
Mein Leben dreht sich im Kreis. Ich fühle entweder nur Leere oder nur Schmerz. Den ich mit Medikamenten oder Alkohol zu betäuben versuche.
Mein Leben ist ein Scherbenmeer. An jeder Scherbe kann ich misch schneiden, eine jede reisst alte Wunden wieder auf. Das schöne Rot, das meine Adern verlässt, und jeden Splitter mit meinem Blut benetzt...
Ich weis dass es falsch ist. Doch ich kann nicht anders. 
Und es ist mir egal.

Sonntag, 17. Februar 2013

Ein weiterer Tag

Angst strömt durch meine Adern und ich kann nicht mehr klar denken. Erinnerung und Wirklichkeit verschwimmt vor meinen Augen und ich fühle mich viele Jahre in der Zeit zurück versetzt. Mein Körper ist wie erstarrt, kein Laut kommt aus meinem Mund. Obwohl es nur ein paar Minuten sind, kommt es mir vor wie eine Ewigkeit. Dann bin ich wieder in der Realität, nehme meine Umgebung und die seltsamen Blicke der Menschen wieder wahr, stehe da und atme und selbst das fällt mir so schwer. 
Doch die Angst bleibt. Sie verfolgt mich durch den Tag. Folgt mir durch die Nacht und in den nächsten Tag. Kein Ende in Sicht. Es gibt kein Ende, solange mein Leben nicht zu ende ist...
Wenn ich in den Spiegel blicke, dann kann ich im Gesicht des Spiegelmädchens die tiefe Traurigkeit sehen, die die mein ständiger Begleiter ist, und die Leere, die mich komplett ausfüllt und nichts anderes mehr übrig lässt...Ich bin nicht einmal mehr ein Schatten. Ich bin weit weniger als das. Ich bin nichts mehr, ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob ich überhaupt noch existiere.

Ich quäle mich durch den Tag. Und weis nicht wofür. Einfach aufgeben. Mein Körper ist müde. Mein Verstand ist es auch. Aufgeben ist so verlockend. Einschlafen und nie wieder aufwachen. Das ist mein größter Wunsch. 

Samstag, 16. Februar 2013

It's just me

Ich weis nicht mehr, was ich tun soll. In meinem Kopf geht alles durcheinander. Ich fühle zu viel, und fühle nichts. Ich atme tief die eiskalte Winterluft ein, und versuche die Gedanken aus meinem Kopf zu bekommen. Doch ein Gedanke bleibt übrig. Ein Gedanke bleibt immer übrig, selbst wenn es für einen Moment gelingt den Rest auszublenden.
Du bist es nicht wert. Du hast es verdient. Selbsthass.
Ich schließe die Augen, der Drang ein Messer zu nehmen, und mal wieder in meine Haut zu schneiden wächst und wächst. Du hast versprochen es nicht mehr zu tun.
Versprechen sind doch nichts wert in dieser Welt. 
Ist doch alles nichts neues. Das Gefühl der Verlorenheit. Das Gefühl, mich selbst zu verlieren. Den Boden unter den Füßen zu verlieren, und zu fallen. Fallen, fallen. Verletzt werden, und es mit einem Lächeln überspielen, weil schon lange keine Tränen mehr fließen. Absolute innere Leere. Vor Angst nicht mehr schlafen können. Mich durch Alpträume und schlaflose Nächte quälen. Und sobald ich aufstehe geht der Alptraum weiter.
It's just me.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Die Welt hinter Mauern

Ich kann anderen Menschen nur weh tun. Menschen die mir wichtig sind. Einige wenige Menschen, bei denen ich merke, dass ich ihnen wichtig bin. Ich kann damit nicht umgehen. Auch wenn mich die Einsamkeit langsam auffrisst, ertrage ich in vielen Momenten die Nähe der anderen nicht. Ich will ihnen nicht weh tun. Will sie nicht von mir stoßen. Und doch geschieht genau das, durch meine in diesen Momenten abweisende Art, wie eine Mauer an der jedes noch so gut gemeinte Wort abprallt und von mir alles negativ gesehen wird. In diesen Momenten kann ich nicht reden. Und will es auch nicht. Ich sehe den verletzten Ausdruck in den Augen der Person. Es tut mir Leid. Es tut mir so leid. Ich wünschte, ich wäre so wie ihr. Ich wünschte ich könnte reden und lachen, statt in Depressionen und schlechten Erinnerungen zu hängen, einzutauchen in die Dunkelheit...Doch ich sage nichts. 
Es tut mir leid. Ich hasse mich, für das was ich bin.

Mittwoch, 13. Februar 2013

leer.

Dreck liegt auf den Straßen und nimmt dem Schnee das Weiß. Der Lärm der Autos mischt sich mit der Musik in meinem Kopf. Ich laufe durch die Straßen, mein Kopf ist leer. Habe wieder mal einen Test verhauen. Doch es ist mir egal. Auf dem Weg zur S-Bahn achte ich nicht auf die Menschen und die Straßen, fühle allein die Musik in meinem Kopf, in mir. Eine Ladentür geht auf, und mit den Menschen  dringt der Geruch nach warmem Essen heraus. Ich gehe schnell weiter. Es ist eiskalt. Mein Körper ist eiskalt, Dampfwolken schweben vor den Mündern der Menschen. Die S-Bahn spuckt Menschen aus, und ich lasse mich davon verschlucken. Blicke aus dem Fenster auf die vorbeiziehende Welt. Kopfschmerzen. Beinahe wäre ich eingeschlafen und hätte meine Station verpasst. Verdammte Müdigkeit.

Alles ist so leer. Doch am allermeisten ich selbst.

Dienstag, 12. Februar 2013

Verlorene Welt

Individualität ist das einzige Ideal, das noch übrig bleibt in einer Gesellschaft, in der alle und alles grau ist. Doch gerade darin, dass jeder anders sein will, jeder er selbst und etwas anderes sein will, sich von den anderen unterscheiden will, damit seine Existenz wahrgenommen wird, gleichen sie sich letztendlich doch. Individualität geht unter in einem Meer von Regeln und Normen, in der Gesellschaft und den Massen, in den Städten die Lärm und Dampf ausspucken als würden in den Fabriken Menschen gemacht statt Produkte für Menschen.

Ein einzelner Mensch spielt keine Rolle. Ein einzelner Mensch fällt gar nicht auf. Ein einzelner Mensch fällt auf die Nase, und niemand fängt ihn auf. 
"Wer bin ich?" ist die Frage, die über allem steht. In rot sehe ich sie auf dem Spiegel stehen, sehe nur Fragen aber sehe nicht mich. Wer bin ich? ist schon lang keine Frage mehr. Das ist meine Identität.

Die allgemeine Verlorenheit der Menschen ist nur ein Ergebnis davon. In einer Welt, die nur fordert und hohe Erwartungen stellt, die ich nicht erfüllen kann und nicht erfüllen will, wächst in mir der Wunsch, zumindest irgendetwas zu können, wenn man schon sonst nichts kann. Der Wunsch, mich fallen zu lassen, in dem Wissen dass mich niemand auffängt. Immer wieder. Grenzen überschreiten, die endgültig sind. Weiter gehen, als andere gegangen sind. Auf der Suche nach vergessen. Auf der Suche nach Leben. Auch wenn nur für einen kurzen Moment. Das ist es wert. Mich dafür kaputt zu machen ist es wert. Zumindest in diesen Augenblicken. Fallen. Und das Fallen genießen, statt den Aufprall zu fürchten.

Lachen quillt aus meinem Mund, als hätte es sich da ewig lang angestaut. Zu viel Alkohol und Medikamente, zu wenig Schlaf, fast nichts gegessen. Keine Kontrolle mehr über den Körper, doch das ist nicht wichtig. Alles dreht sich, doch Karussell fahren ist lustig. Die Welt steht Kopf wenn ich auf dem Boden liege. Doch ich fühle keinen Schmerz mehr, ich fühle nichts außer Leichtigkeit und Lachen. Der Rest ist verschwunden, für einen Moment kann ich vergessen wer ich bin. Ich fühle die Welt, fühle dass ich da bin, fühle dass das ein Stück leben ist, und es fast nah genug ist, um danach zu greifen. Fast.

Immer wieder.

Dienstag, 5. Februar 2013

Jeder Tag ein Kampf.

Ich kämpfe. Jeden Tag. Denn allein der Alltag fällt mir so schwer. Ich kämpfe gegen die Stimmen in meinem Kopf. Kämpfe gegen die Leere, die mich von Innen heraus zerstört, indem ich mich selbst zerstöre. Kämpfe gegen meinen Körper, der nicht sterben will, obwohl ich nicht weis, was es bedeutet zu leben. Ich existiere. 
Ich kämpfe gegen die Müdigkeit und Schwäche, gegen den Schlaf und die Alpträume. Gegen die Rahmen und Normen, in die mich meine Eltern und die Gesellschaft pressen wollen, ohne sich dafür zu interessieren ob ich auch hinein passe, ob es das ist was ich will, oder sich dafür zu interessieren was ich will und wer ich bin. Alle sehen nur das in mir, was sie gerne sehen wollen. Und reagieren mit Ablehnung und Hass wenn sie bemerken dass ich das nicht bin.
Ich sehe die Dunkelheit, spüre sie in jeder Faser meines Körpers. Doch die Vorstellung von "Leben" ist nur ein ferner, unwirklicher Traum. Ich fühle nichts oder fühle Schmerz.
Wertlos. Abfall der Gesellschaft, heftet mir ein Preisschild mit einer dicken, fetten null an.  
Ich kämpfe weiter, weil es alles ist was ich kann. Weil ich, wenn ich es nicht tue, nichts und niemand mehr bin, nichts mehr habe, keine Identität, keinen Traum, gar nichts. Ich bin absolut leer. Ich habe nichts mehr, wofür sich das alles lohnt, denn meine Hoffnung ist erloschen wie eine Kerze im Wind. Doch aufgeben will mein Verstand nicht. Darum kämpfe ich weiter, vor allem gegen mich selbst.

Montag, 4. Februar 2013

Schmerz

Schmerz ist das einzige was noch wirklich ist. Das einzige, das sich wirklich anfühlt. Alles andere zieht vorbei. Worte tun weh. Erinnerungen tun weh. So oft starre ich aus dem Fenster, und fühle mich nicht echt. Als wäre ich gar nicht mehr da. Doch wenn ich das Blut auf den Boden tropfen sehe fühlt es sich wirklich an. Und wenn ich vollkommen erschöpft in meinem Zimmer Gymnastik mache, und kurz davor bin zusammenzubrechen, dann fühlt sich das auch wirklich an. Ich spüre, dass ich noch da bin. Der Schmerz fühlt sich befreiend an, ist er doch tausend mal besser als nichts. Besser als Leere. Ich mag den Schmerz, denn er vertreibt - zumindest für eine kurze Zeit - die Angst.
Was stimmt mit mir nicht?

Sonntag, 3. Februar 2013

Schmerzhafte Erinnerungen.

Alte Fotos, über die ich zufällig gestolpert bin, auf der Suche nach etwas völlig anderem, lassen mich in der Bewegung inne halten, und alles andere vergessen. In Sekundenbruchteilen strömen die alten Erinnerungen durch meinen Kopf. Verdrängt. Nie vergessen. Meine Hand zittert. Ich betrachte das Bild des etwa 8-jährigen Mädchens, das ich sein sollte. Das ich bin. Das ich war.
Doch ich sehe keine Ähnlichkeit. Spüre keinerlei Verbindung. Sehe das traurige Gesicht. Ein Kindergesicht ohne Lächeln. Ich sehe auf allen alten Bildern so aus. Ich hasse mich für das, was ich damals war, und für das was ich geworden bin. Ich wollte nicht so enden, nie. Und schon damals hatte ich keine Hoffnung mehr. Ich war 8 und abgrundtief verzweifelt. Ich will mich nicht erinnern. Ich versuche die Bilder in meinem Kopf zurück zu drängen, will mich nicht erinnern.
Ich hasse diese Flashbacks. Die in wenigen Sekunden so vieles zurück bringen was man die meiste Zeit mehr oder weniger erfolgreich verdrängen kann.
Ich hasse diese Momente, die einen so klein machen, dass man das Gefühl hat sich in die Ecke zu kauern und in die kleinste Ritze kriechen zu können. Ich hasse das Gefühl der Hilflosigkeit und der Verzweiflung, die Erinnerung an all die Tränen. Der Wunsch stark genug zu sein, um das alles irgendwie zu ertragen.
Und heute weis ich, dass man es gar nicht kann. Man kann nicht stark genug sein. Man kann nur so tun als ob und all die Dinge in einer kleinen dunklen Kiste irgendwo in den Tiefen des eigenen Bewusstseins verschließen.
Doch das Schloss funktioniert nicht richtig, und springt bei der kleinsten Erschütterung wieder auf...

Samstag, 2. Februar 2013

Selbsthass

Ein neuer Blog. Ein weiterer Versuch, von all dem Mist loszukommen, mit meinen Gedanken und mir selbst klar zu kommen. Doch es ist so schwer. Ich bin nur eine Marionette, die an stählernen Fäden hängt, eine Gefangene im Käfig meiner eigenen Gedanken. Es ist schwer, alles ist so schwer. Die Stimmen, die in meinem Kopf wispern sind immer da, und ich habe nicht die Kraft, sie zurückzudrängen, sie zu vernichten. Wertlos. Du bist wertlos.
Selbsthass. Rote Wellen von Selbsthass branden über mich hinweg, schlagen über mir zusammen und nehmen mir die Luft zum Atmen. Ich weis nicht wohin, weis nicht, wer ich bin. Ich hasse diesen Körper. Ich hasse das, was andere und ich selbst damit gemacht haben. Ich hasse mich. Hasse das, was ich bin.
Ich will die Klingen in meinen Arm rammen, neue Schnitte, neues Blut, und weis doch: es wird nie genug sein. Darum versuche ich den Drang zu unterdrücken, sonst wird es niemals aufhören, auch wenn es so schwer ist...