Sonntag, 17. März 2013

I'm going insane

Mein Kopf fühlt sich an, als würde er gleich explodieren. Ich stehe im Bad vor dem Spiegel und mein eigenes Spiegelbild verschwimmt vor meinen Augen. Nein, denke ich, und da finde ich mich auch schon auf dem Fußboden wieder. Schwindelanfälle. Schmerzhaft schneller Herzschlag. Ich kriege keine Luft mehr. Bauchschmerzen. Blutiger Durchfall.

Ich ziehe mich am Waschbecken hoch, meine Augen blicken mich so leer an, wie ich mich fühle. Ich bin unruhig, und doch zu schwach um irgendetwas zu machen. Ich stehe schwankend auf, gehe zurück in mein Zimmer. Zitternd setzte ich mich unter die Decke.
Und warte.

Tick. Tack. Meine Wanduhr schlägt gleichmäßig, immer im selben Takt. Doch ich selbst habe keinen Takt. Meine Welt ist ein Chaos, doch das schlimmste Chaos existiert in meinem Kopf.
In meinem Kopf wurde die Winterwelt erschaffen, in der ich lebe. In meinem Kopf höre ich all die Stimmen immer wieder all die verletzenden Worte aussprechen. Wie ein Film, der immer wieder von vorne abläuft. Schmerzhafte Worte und Erinnerungen gibt es in meinem Leben genug.

Jede Nacht kriechen die Geister der Vergangenheit aus ihren Höhlen, machen all die Erinnerungen lebendig. Ich finde keinen Schlaf, mein Kopf dröhnt. Ich liege wach, und habe Angst. Spüre meinen Herz schmerzhaft hinter meinen Rippen schlagen, zu schnell. Ich gleite durch seltsame Träume, Alpträume, Erinnerungsfetzen, und weis nicht, ob ich schlafe oder wach bin. Ich glaube es ist ein Zwischenzustand. Halb schlafend, halb wach.

Am nächsten Morgen fühle ich mich wie tot. Ich bin nie wirklich wach, und kann nie wirklich schlafen. Ich finde keine Ruhe. Mein Kopf lässt meinen Körper nicht zur Ruhe kommen. Meine Gedanken arbeiten Tag und Nacht auf Hochtouren. 
Ich will nicht mehr nachdenken. 
Es treibt mich in den Wahnsinn.

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