Mittwoch, 27. März 2013

Ein täglicher Kampf.

Flackerndes Kerzenlicht auf meinem Schreibtisch. Musik, die den Raum und meinen Körper füllt, meine Gedanken zumindest für einen kleinen Augenblick zurück drängt. Der Spiegel an meiner Wand, in dem sich die Nacht und die Kerze spiegeln. Ich schaue in das Gesicht, das mir so fremd und doch mein eigenes ist. Fahre vorsichtig mit meiner Hand über die Augen, die Nase. Die Knochen an den Schultern und Schlüsselbein. Die dicken lila Narben an meinem Arm. 
Ich zögere. Nein. Ich darf nicht, darf nicht. Nicht schon wieder. Nicht schon wieder. Nein. Heute kein Blut, keine Schnitte, die Rasierklinge bleibt in ihrem Versteck.
Es fällt mir so schwer. Denn ich habe es verdient. Jemanden wie mich kann man nicht lieben.

Ich halte die Luft an, drücke mir die Fingernägel in die Haut, und versuche langsam zu atmen. Mein Herz rast, als würde es einen Marathon laufen. Es tut weh. Wie so oft.
Ich kämpfe. Jeden Tag. Mit dem Leben, den Erinnerungen, dem Weitermachen. Vor allem kämpfe ich mit mir selbst. 
Selbstzerstörung vs. Hoffnung.
Wer wohl gewinnt?
Wahrscheinlich sterbe ich genau dann, wenn ich irgendwann an dem Punkt angekommen bin an dem ich nicht mehr sterben will.
Tja, das ist dann wohl so. Das Schicksal, falls es sowas gibt woran ich aber nicht wirklich glaube, hatte mich noch nie gern. Sonst wäre so vieles nicht passiert. Sonst wäre alles anders.
Es heißt, wir Menschen bestimmen unser Schicksal selbst. Ja und nein. Auf viele Dinge, die passieren haben wir einfach keinen Einfluss. Sie passieren, und lassen uns zurück in einem Meer von Scherben, kaputt und allein. Und wir müssen schauen, wie wir damit klar kommen.

3 Kommentare:

  1. Ich würd dich am liebsten besuchen kommen und dich im Arm halten, sodass das gewissenslose Schicksal nicht an dich rankommt und keine neuen Scherben verursacht.

    Stay Strong !!!

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  2. Auch wenn das nichts besser macht, ich fühle mit dir. Wenn ich mich schon nicht selbst retten kann, dann wünschte ich, dass ich wenigstens dich retten könnte. Vielleicht brauchen wir alle das Gefühl, dass jemand an uns glaubt und auch ich glaub an dich, doch an mich kann ich nicht glauben. Dafür habe ich mich schon viel zu oft enttäuscht. Du bist so ein wundervoller Mensch, leider bist du intelligenter als dir gut tut. Ich hoffe so sehr, dass du irgendwann glücklich werden kannst und wenn das so unmöglich ist, dann wünsche ich, dass du wenigstens nicht mehr all zu unglücklich bist.

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  3. Ich wünsche dir nur das beste.. Es sind nur Worte, ich weiß.. Doch ich möchte dir sagen dass ich an dich glaube und dir wünsche das du die Hoffnung finden wirst! Du bist so ein lieber Mensch der das verdient!
    Fühl dich mal richtig umarmt ♥

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