Die Nacht ist kalt, und doch treibt es mich hinaus als es dunkel wird. Der Tag nicht besonders. Sobald ich die Treppe nach unten gehe, habe ich Angst meiner Mutter zu begegnen. Ihr in der Küche oder im Flur über den Weg zu laufen. Ich habe Angst davor, dass sie mich anspricht, mich wieder mit Vorwürfen oder dummen Kommentaren oder ihrer Besserwisserei überschüttet, und mich zwingt ihr zuzuhören. Doch genauso habe ich Angst davor, dass sie wortlos an mir vorbei geht. Mich ignoriert. Meine Existenz nicht einmal zur Kenntnis nimmt. Ich bin Luft, und selbst die ist mehr wert als ich, da man sie zum Atmen braucht.
Mein Körper macht nicht das was ich will. Schwindelanfälle. Beinahe wäre ich beim Kotzen vor der Kloschüssel zusammengebrochen. Meine Hände zittern Mein ganzer Körper zittert, und schmerzt. Ich fühle die brennenden Schnitte von gestern, die mich ein wenig beruhigen. Doch die innere Unruhe hält mich davon ab, still zu sitzen. Also treibt es mich abends, mit leerem Magen und voll mit Schmerzmitteln hinaus in die Dunkelheit.
Ich habe kein Ziel. Einfach raus, aufs Fahrrad und losfahren. Musik in meinen Ohren, auf ganz laut gedreht. Eiskalter Wind schlägt mir entgegen. Aber ich genieße es, fühle mich zum ersten Mal seit Tagen halbwegs wach. Fühle mich frei.
Doch das ist ein trügerisches Gefühl. Denn ich habe weder ein Ziel, noch einen Ort an den ich gehen kann. Ich fahre nur sinnlos ein wenig durch die nächtliche Stadt. Im Grunde bin ich auf der Flucht. Vor meinem Zuhause. Meinen Gedanken. Und vor allem vor mir selbst.
Lange halte ich es nicht aus. Schwindel. Schmerzen. Kaum Luft zum Atmen. Mein Körper an der Grenze seiner Belastbarkeit. Wenn mir mein eigenes Leben nicht immer schon egal gewesen wäre, würde ich mir vielleicht ernsthaft Gedanken machen.
In meinem Kopf ist es nun leer. Als hätte der Wind all meine Gedanken davon geweht. Ich fühle mich leer. Wertlos. Ich bin eiskalt. Mein Körper, der ständig friert. Meine Seele, die einfach nichts mehr empfindet.
Ich komme mit mir selbst nicht klar.
I`m lost in darkness.
Mir kommt die Situation verdammt bekannt vor. Mir geht es ähnlich. Deshalb fühl dich jetzt einfach mal fest umarmt *knuddel*♥
AntwortenLöschenHalt durch und pass bitte auf dich auf, ja?
alles liebe♥♥
Danke. Danke für deine lieben Worte. Danke, dass es dich gibt. Ich komm mir immer schlecht vor, weil du mir immer schreibst und ich deinen Blog ja auch lese, aber mir immer die passenden Worte fehlen. Ich werd nicht aufgeben, allein schon deshalb da wenigstens du an mich glaubst und ich dich nicht enttäuschen möchte. Und die Situation, die du in diesem Post beschrieben hast ist mir auch so sehr bekannt. Hab dich lieb
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